Fertigstellung der Sanierung der Mittelschule

Fertigstellung der Sanierung der Mittelschule

Dorfräumlicher Projektansatz
Der wichtigste Ansatz für das Projekt war die Schulen im Bezug zur Dorfmitte neu auszurichten. Hat sich die Schulanlage früher mit dem Rücken zum Dorf gestellt, öffnet sich die neue Schule mit einem vorgelagerten Platz an der Schulstraße zur Dorfmitte.
Alle fünf Hauptnutzungen (Volksschule, UNESCO Mittelschule, Aula, Turnsäle, Vereinsräume) werden aus einem gemeinsamen Schulhof erschlossen, eine leichte Orientierung für Ankommende ist damit gegeben.

Schulsanierung als gesamtheitliche Aufgabenstellung
Schulbau  muss heute gleichermaßen bautechnische, energetische, pädagogische, raumklimatische, atmosphärische  und gestalterische Kriterien erfüllen.
Nur jene Teile des Bestandes wurden in den Entwurf einbezogen, welche die strukturellen Voraussetzungen für eine ökonomische Sanierung und Nachnutzung besaßen. Zirka zwei Drittel der Schulen werden  bei Fertigstellung des gesamten Areals Neubau sein.
Ziel war es, die fehlenden Funktionsbereiche nicht nur ergänzend an den Bestand anzufügen, sondern mit gezielten Eingriffen einen schlüssigen Organismus zu schaffen, der den pädagogischen und inhaltlichen Anforderungen entspricht, den Benutzern eine leichte Orientierung ermöglicht und durch seine Materialisierung und Gestaltung als Basis für einen erfolgreichen Unterricht eine wohnliche Atmosphäre schafft.

War die Schule der Vergangenheit räumlich meist eine Schule, welche die SchülerInnen als eine homogene Masse mit gleichen Bedürfnissen betrachtete, wird die Schule der Zukunft zu einem Raumverbund, in dem die Kinder, im besten Fall selbstbestimmt, den für sie gerade passenden Ort zum Lernen aufsuchen können und dürfen.
Der Unterricht wird sich zyklisch gestalten: Phasen von Instruktion, Selbststudium, Teamarbeit und Freizeit werden sich mehrmals am Tag abwechseln, damit verbunden sind häufige Ortswechsel innerhalb der Schule. Je selbstständiger  die Kinder ihren Lernrhythmus gestalten können und je freier sie sich im Schulgebäude bewegen dürfen, umso größer wird ihre Motivation sein.

Architektonische Mittel dazu sind, die Schule zu öffnen, transparenter zu machen, vielfältige räumliche Situationen für Vortrag, Studium  und Entspannungsphasen zu schaffen, die Arbeitsplätze der Lehrer in die Nähe der Arbeitsbereiche der Kinder zu bringen und insgesamt eine das Lernen unterstützende Atmosphäre zu schaffen.

© 2018 gruber locher architekten zt gmbh | Impressum/AGB